Nachtfahrt


Straße in der Dunkelheit,
das Ziel ist jetzt noch nicht zu sehen.
Ich weiß, es ist noch schrecklich weit,
und ich versuche zu verstehen.

Die Gefährten sind zurückgeblieben,
mein Mut hat sich schon lang verzogen.
Von anderen Zielen angetrieben,
sie hatten sich wohl selbst belogen.

Der Mond, er hält sich ganz verborgen,
und was ich besser für mich behalte,
es scheint, als teilte er die Sorgen,
die ich ganz still für uns verwalte.

Drohende Geräusche, die ich vernehme,
sind nicht meines Freundes Boten.
Die frohen Lieder, die ich ersehne,
suchen noch nach ihren Noten.

 

 

 

 

 

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1999

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